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Unsere Gemeinde

Unsere Geschichte

Von einem provisorischen Gebetsraum zum lebendigen Gemeindezentrum: Seit 1970 hat sich unsere Gemeinde durch das Engagement ihrer Mitglieder zu einem festen Bestandteil Heidelbergs entwickelt.

  1. 1970

    Die ersten gemeinsamen Gebete

    Die Geschichte unserer Gemeinde beginnt im Jahr 1970 mit türkischen Arbeitsmigranten, die in Heidelberg lebten und arbeiteten. Da es damals noch keine Moschee gab, suchten sie nach Möglichkeiten, insbesondere das Freitagsgebet und die Gebete an den islamischen Feiertagen gemeinsam zu verrichten.

    In den Baracken der International Harvester Company wurde dafür ein vorhandener Gemeinschaftsraum als Gebetsraum genutzt. Auch bei den Wildwerken stellte man den muslimischen Beschäftigten einen Raum zur Verfügung, in dem gebetet und den Kindern islamische Erziehung vermittelt wurde.

    Illustrative Rekonstruktion der Anfangsjahre der muslimischen Gemeinde in Heidelberg.
  2. 1977

    Gründung des Vereins

    Mit der wachsenden Gemeinschaft reichten die provisorischen Gebetsräume bald nicht mehr aus. Die Gemeinde mietete deshalb eigene Räumlichkeiten in der Römerstraße 23 im Zentrum Heidelbergs. Die im Hinterhof gelegenen Räume umfassten rund 150 m².

    Am 21. Dezember 1977 wurde der Verein unter dem Namen „Islamischer Bund Heidelberg und Umgebung e. V.“ offiziell eingetragen.

    Auszug aus dem Vereinsregister zur Eintragung im Jahr 1977.
  3. 1984

    Umzug in das Landfriedhaus

    Durch den zunehmenden Familiennachzug wuchs die Gemeinde weiter, sodass auch die Räume in der Römerstraße mit der Zeit nicht mehr ausreichten. Im Jahr 1984 bezog die Gemeinde deshalb größere Räumlichkeiten im Landfriedhauskomplex.

    Gleichzeitig entstand zunehmend der Wunsch nach einem eigenen und dauerhaft nutzbaren Moschee- und Gemeindezentrum.

    Die ehemalige Tabakfabrik Landfriedhaus in der Nähe des Hauptbahnhofs
  4. 1991

    Erwerb des heutigen Standorts

    Nach intensiver Suche und sorgfältiger Planung erwarb die Gemeinde 1991 eine ehemalige Fabrik- und Lagerhalle in Rohrbach-Süd. Das Gebäude in der Hatschekstraße 20 ist der heutige Standort der Yavuz Sultan Selim Moschee.

    Mit großem ehrenamtlichem Einsatz der Gemeindemitglieder begann der Umbau zum Moschee- und Gemeindezentrum.

    Gemeindemitglieder beim Umbau des neu erworbenen Gebäudes im Jahr 1991.
  5. 1993

    Eröffnung der eigenen Moschee

    Der Umbau wurde mit großem persönlichem Einsatz der Gemeindemitglieder und vollständig durch Spenden finanziert. Nach umfangreichen Umbauarbeiten konnte die Heidelberger Gemeinde 1993 ihre eigene Moschee eröffnen.

    Damit erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch vieler Mitglieder.

  6. 2007

    Erweiterung der Moschee

    Im Zuge der baulichen Erweiterung wurde das Moscheegebäude um eine weitere Etage aufgestockt. Gleichzeitig wurde ein Aufzug eingebaut, um einen barrierefreien Zugang zu den verschiedenen Ebenen zu ermöglichen.

    Aufgrund einer baulichen Auflage musste zusätzlich ein Treppenaufgang als Flucht- und Rettungsweg errichtet werden. Diese Baumaßnahme nahm die Gemeinde zum Anlass, zugleich ein Minarett zu errichten. Der Treppenaufgang verläuft hinter dem Minarett und erfüllt dort die Funktion des Flucht- und Rettungswegs.

  7. Heute

    Moschee, Kulturzentrum und Begegnungsstätte

    Heute bietet die Yavuz Sultan Selim Moschee Platz für bis zu 700 Gläubige. Neben den Gebetsbereichen gehören ein Veranstaltungssaal im Obergeschoss, Räume für die Jugend- und Frauenarbeit sowie eine Teestube zum Gemeindezentrum.

    Die Moschee ist damit zugleich Gebetsort, Bildungsstätte und Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion.

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